5 Gesichtsanzeichen dafür, dass Ihre Katze Schmerzen hat (und was sie meist bedeuten)
Katzen verbergen Schmerzen gut. Lernen Sie 5 Gesichtssignale kennen: zusammengekniffene Augen, angelegte Ohren, gespannte Schnauze, steife Schnurrhaare und gesenkter Kopf.

Katzen können unglaublich gut so tun, als wäre alles „in Ordnung“, selbst wenn es das nicht ist. Aber wenn Sie genau hinschauen, verrät das Gesicht Ihrer Katze oft, was ihr Körper zu verbergen versucht.
Im Folgenden finden Sie fünf Gesichtsanzeichen dafür, dass Ihre Katze Schmerzen hat, plus zusätzliche Hinweise, die Ihnen helfen, „normale Katzenlaune“ von „irgendetwas stimmt nicht“ zu unterscheiden.
1) Halb geschlossene, angespannte Augen (keine schläfrigen Augen)
Eine entspannte Katze blinzelt vielleicht langsam oder schläft mit schweren Lidern. Eine Katze mit Schmerzen sieht oft anders aus: Die Augen bleiben über längere Zeit teilweise geschlossen, und der Blick kann angespannt, starr oder ungewöhnlich intensiv wirken.
Wenn Sie Ihre Katze schon einmal regungslos mit zusammengekniffenem, angestrengtem Ausdruck sitzen gesehen haben, obwohl der Raum nicht hell ist und sie nicht müde wirkt, sollten Sie das ernst nehmen.
2) Seitlich gedrehte oder nach hinten angelegte Ohren
Tief sitzende, nach außen gedrehte oder nach hinten gelegte Ohren können ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass Ihre Katze sich unwohl fühlt. Entscheidend ist die Beständigkeit: Wenn die Ohren so bleiben und Ihre Katze auf Geräusche (oder darauf, wenn Sie sie rufen) weniger reagiert, könnten Schmerzen eine Rolle spielen.
Manche Katzen machen das auch, wenn sie Angst haben oder überreizt sind – achten Sie also auf weitere Anzeichen aus dieser Liste, um das Gesamtbild zu erkennen.
3) Eine gespannte Schnauze und ein „ernster“ Gesichtsausdruck
Die meisten Katzen haben einen weichen, neutralen Ausdruck, wenn sie sich wohlfühlen. Bei Schmerzen verliert das Gesicht oft diese entspannte Wirkung. Der Bereich der Schnauze kann angespannt wirken, und der gesamte Ausdruck kann streng oder verkrampft erscheinen – als würde Ihre Katze sich zusammennehmen.
Das ist eine Veränderung, die sich am leichtesten erkennen lässt, wenn Sie das „normale Gesicht“ Ihrer Katze kennen. Viele Tierhalter merken erst beim Vergleich mit alten Fotos, wie stark sich der Ausdruck einer Katze verändern kann.
4) Nach vorne gerichtete und steife Schnurrhaare
Schnurrhaare sind nicht nur niedlich – sie gehören zum sensorischen Werkzeug Ihrer Katze. Wenn eine Katze Schmerzen hat, können die Schnurrhaare starr und nach vorne gerichtet wirken, statt locker und sanft seitlich ausgestellt zu sein.
Steife, nach vorne gerichtete Schnurrhaare können auch beim Jagdspiel oder bei Aufregung auftreten, daher ist der Kontext wichtig. Ein angespannter Gesichtsausdruck zusammen mit wenig Aktivität ist etwas ganz anderes als ein konzentriertes Gesicht beim Spielen.
5) Der Kopf wird tiefer als gewöhnlich gehalten (oder es wird vermieden, ihn zu drehen)
Eine Katze, die den Kopf mehr als normal gesenkt hält oder es vermeidet, ihn bei Bewegungen oder Geräuschen zu drehen, schützt möglicherweise etwas, das weh tut. Dazu kann ein allgemeiner Rückzug kommen: weniger Neugier, weniger Bewegung, weniger Beteiligung.
Die „Zusatzzeichen“, die oft zusammen mit Gesichtsanzeichen von Schmerzen auftreten
Gesichtsanzeichen sind aussagekräftig, aber noch bedeutsamer werden sie, wenn Sie gleichzeitig Verhaltensänderungen bemerken, zum Beispiel:
- Weniger Kontakt mit Ihnen (distanzierter oder ungewöhnlich still)
- Weniger Fellpflege oder ein ungepflegteres Fell
- Eine gekrümmte Haltung
- Reizbarkeit oder plötzliche Aggression
- Versteckt sich mehr als sonst
- Frisst weniger
Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen zusammen mit den oben genannten Gesichtsanzeichen sehen, ist das ein starker Hinweis darauf, dass Ihre Katze Schmerzen haben könnte.
Häufige Gründe, warum Katzen Schmerzen im Gesicht zeigen
Schmerzen können viele Ursachen haben, und Katzen machen nicht immer deutlich, wo es weh tut. Einige häufige Auslöser sind:
Arthrose bei älteren Katzen
Arthrose ist besonders häufig bei älteren Katzen. Dabei kommt es zu Verschleiß in den Gelenken, was Bewegungen schmerzhaft und steif machen kann. Eines der auffälligsten Anzeichen ist, dass Ihre Katze nicht mehr auf Lieblingsplätze springt – etwa auf das Sofa – oder vor dem Klettern zögert.
Zahnerkrankungen (oft übersehen)
Schmerzen im Maul können stark sein und werden erstaunlich leicht übersehen. Probleme wie Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder Zahnresorption können anhaltende Beschwerden verursachen, ohne immer dramatische Symptome zu zeigen. Manchmal ist der erste „Hinweis“ einfach ein anderer Gesichtsausdruck, weniger Fellpflege oder verändertes Fressverhalten.
Innere Probleme (Nieren, Leber, Harnwege)
Beschwerden durch innere Erkrankungen können sich ebenfalls in einem vorsichtigeren Gesichtsausdruck, weniger Aktivität, Verstecken oder Appetitveränderungen zeigen. Katzen sind Meister darin, solche Probleme zu verbergen, bis es ihnen ziemlich schlecht geht.
Was Sie tun sollten, wenn Sie Gesichtsanzeichen von Schmerzen bei Ihrer Katze bemerken
Beginnen Sie damit, in Mustern zu denken, nicht in einzelnen Momenten. Ein zusammengekniffener Blick an einem Nachmittag bedeutet vielleicht nichts; mehrere Tage mit angespannten Augen, angelegten Ohren und gesenktem Kopf sind eine andere Geschichte. Machen Sie sich kurz Notizen dazu, was Sie sehen (und wann), und vereinbaren Sie einen Tierarzttermin – besonders wenn Ihre Katze weniger frisst, sich versteckt oder sich anders verhält als sonst.
Ihre Katze muss nicht weinen oder hinken, um Schmerzen zu haben. Manchmal kann sie nur eine kleine Veränderung im Gesicht zeigen – und dass Sie das bemerken, kann den entscheidenden Unterschied machen.
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