Niederlande verbietet Scottish-Fold- und Sphynx-Katzen: Was die Regel von 2026 für Tierhalter bedeutet
Ab 2026 verbieten die Niederlande Scottish-Fold- und Sphynx-Katzen wegen Tierschutzbedenken im Zusammenhang mit schmerzhaften genetischen Merkmalen.

Niedliche Ohren und ein „haarloses“ Aussehen haben bestimmte Katzenrassen jahrelang viral gehen lassen. Doch in den Niederlanden gelten genau diese Markenzeichen nun als Warnsignal – nicht als Stilmerkmal. Ab 2026 werden Scottish-Fold- und Sphynx-Katzen eingeschränkt, weil die Merkmale, für die Menschen zahlen, mit lebenslangem Leiden verbunden sein können.
Das Verbot von Scottish-Fold- und Sphynx-Katzen in den Niederlanden ab 2026
Die Niederlande haben angekündigt, dass ab 2026 das Halten von Katzen mit gekippten Ohren und von haarlosen Katzen verboten wird. Im Alltag betrifft das Rassen wie die Scottish Fold und die Sphynx, weil genau die Merkmale, die sie definieren, mit vererbten Problemen verbunden sind, die die Lebensqualität erheblich mindern können.
Es geht nicht um „manche Katzen könnten krank werden“. Gemeint ist, dass diese Merkmale mit vermeidbarem Leiden verknüpft sind – das heißt, das Leid ist dem Aussehen direkt eingeschrieben.
Warum Scottish-Fold-Katzen im Fokus stehen
Wer schon einmal Fotos einer Scottish Fold gesehen hat, kennt die Anziehungskraft: Diese weichen, gefalteten Ohren lassen sie dauerhaft sanft und lieb wirken. Das Problem ist, dass die Faltohren nicht bloß ein Ohr-„Stil“ sind. Sie entstehen durch eine Mutation, die den Knorpel betrifft.
Und Knorpel sitzt nicht nur in den Ohren. Dieselbe genetische Veränderung kann den Körper insgesamt beeinträchtigen, vor allem Knochen und Gelenke. Die Erkrankung heißt Osteochondrodysplasie und kann zu Folgendem führen:
- Chronischen Schmerzen
- Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit
- Lahmheit
- Früh einsetzender Arthrose
- Schwerer Gelenkzerstörung, die manchmal bis zur Lähmung fortschreitet
Die meisten Halter merken das erst, wenn sie beobachten, dass sich eine Katze weniger bewegt, Sprünge vermeidet oder „faul“ wirkt, obwohl in Wirklichkeit Schmerzen dahinterstecken.
Untersuchungen haben gezeigt, dass schon eine einzige Kopie der Mutation ausreichen kann, um Fehlbildungen und fortschreitende Arthrose zu verursachen. Anders gesagt: Das ist keine seltene Komplikation, sondern ein Risiko, das direkt mit dem prägenden Merkmal verbunden ist.



