10 einfache Lebensmittel, die Lücken im Speiseplan deiner Katze schließen (und wie man mäkelige Katzen dazu bringt, sie zu fressen)
Unterstütze Fell, Verdauung, Appetit und Gelenke deiner Katze mit 10 einfachen Zusätzen – plus Tipps für mäkelige Katzen.

Wenn deine Katze jeden Tag Trockenfutter frisst, fehlen ihr möglicherweise einige der Extras aus der „ganzen Beute“, für die ihr Körper gemacht ist – Dinge wie natürliches Taurin, sanfte Ballaststoffe und bestimmte hitzeempfindliche Nährstoffe. Die gute Nachricht: Du brauchst keine teuren Nahrungsergänzungen, um diese Lücke zu schließen. Mit ein paar einfachen Lebensmitteln (die meisten davon aus deiner Küche) kannst du Fellglanz, Verdauung, Appetit und sogar steife Gelenke unterstützen.
Unten findest du 10 katzenfreundliche Zusätze, in drei einfache Kategorien eingeteilt, mit praktischen Serviervorschlägen und einem Trick für mäkelige Katzen, die auf alles Neue beleidigt reagieren.
Warum verarbeitetes Katzenfutter kleine Lücken hinterlassen kann
In freier Wildbahn frisst eine Katze nicht nur Muskelfleisch. Sie nimmt auch winzige Mengen Pflanzenmaterial und Enzyme aus dem Mageninhalt ihrer Beute auf, plus natürlich vorkommende Nährstoffe, die bei der Verarbeitung mit hoher Hitze reduziert werden können.
Das heißt nicht, dass Trockenfutter „schlecht“ ist – es bedeutet nur, dass du oft verbessern kannst, wie deine Katze aussieht und sich fühlt, indem du ein paar gezielte, katzensichere Extras in kleinen Mengen hinzufügst.
Gruppe 1: Protein-„Powerfoods“, die deine Katze von innen unterstützen
Hier geht es um die Art von tierischer Ernährung, auf die Katzen ausgelegt sind.
1) Hühnerherzen (ein natürlicher Taurin-Boost)
Hühnerherzen sind von Natur aus reich an Taurin sowie an Eisen und B-Vitaminen. Taurin ist für Katzen sehr wichtig – besonders für Herz und Augen.
Trick für mäkelige Katzen: Die Herzen etwa 2 Minuten leicht garen, sodass sie gerade eben durch sind (nicht roh, nicht völlig übergart). In winzige Stücke schneiden (Reiskorngröße oder kleiner) und warm servieren, damit der Geruch stärker ist.
2) Hähnchenschenkelfleisch (für die meisten Katzen besser als Brust)
Menschen lieben Hähnchenbrust, weil sie mager ist. Katzen hingegen sind für Energie stark auf tierisches Fett angewiesen. Dunkles Schenkelfleisch liefert in der Regel mehr Fett und ist meist besser geeignet als sehr magere Brust.
So servierst du es: Den Schenkel in klarem Wasser kochen – ohne Salz, ohne Zwiebel, ohne Knoblauch, ohne Gewürze. Mit einer Gabel zerpflücken.
Extra-Tipp: Das Kochwasser aufbewahren. Sobald es warm ist (nicht heiß), etwas davon über das normale Futter deiner Katze geben – als einfacher Brühe-Topping.
3) Hühnerleber (nur in winzigen Mengen)
Leber ist wie ein Multivitamin der Natur: Vitamin A, B-Vitamine, Eisen und Kupfer. Aber man sollte es nicht übertreiben, weil sich Vitamin A im Körper mit der Zeit anreichern kann.
Faustregel: Denk bei Leber an eine „Mikrodosis“. Ein Stück in der Größe deines Daumennagels alle 10–14 Tage reicht völlig aus.
Trick für mäkelige Katzen: Leber bei niedrigster Ofentemperatur dehydrieren, bis sie trocken und knusprig ist. Dann wirkt sie wie ein Leckerli und nicht wie „gesundes Futter“.
Gruppe 2: „Als Futter getarnte Ergänzungen“ (einfache Erfolge)
Das sind einfache Zusätze, die einen spürbaren Unterschied machen können, ohne das Füttern zu einem Großprojekt zu machen.
4) Sardinen aus der Dose (in Wasser, ohne Salz)
Sardinen sind kleine Fische, daher reichern sie sich weniger wahrscheinlich mit Schwermetallen an als größere Fische. Außerdem sind sie von Natur aus reich an Omega-3-Fettsäuren für Haut, Fell, Gelenke und Herz. Die weichen Gräten liefern Kalzium.
So servierst du sie: Wähle Sardinen nur in Wasser – ohne Öl, ohne Soßen, ohne zugesetztes Salz. Gut abspülen und dann eine Sardine pro Woche ins Futter deiner Katze zerdrücken.
5) Gekochtes Eigelb (Hilfe gegen Haarballen)
Rohes Eiweiß ist für Katzen keine gute Idee, weil es die Aufnahme von Biotin (Vitamin B7) beeinträchtigen kann. Gekochtes Eigelb kann dagegen eine hilfreiche Ergänzung sein.
Das Eigelb enthält Lecithin, das helfen kann, Fette im Verdauungssystem zu emulgieren – viele Halter merken, dass Haarballen dadurch nicht mehr wöchentlich zum Thema werden.
So servierst du es: Ein Ei hart kochen, das Eigelb herausnehmen, etwas trocknen lassen und dann eine kleine Menge über das Futter bröseln.
6) Reines Kürbispüree (bei Verdauungsschwankungen)
Katzen fressen in der Natur keinen Kürbis, aber sie nehmen über Beutetiere etwas Ballaststoffe auf. Reines Kürbispüree ahmt diese sanften Ballaststoffe nach.
Die löslichen Ballaststoffe können in beide Richtungen helfen: Sie können weichen Kot fester machen und auch bei Verstopfung unterstützen, indem sie das Wasser im Darm regulieren.
So servierst du es: Verwende 100 % Kürbispüree (nicht Kürbiskuchen-Füllung – der zugesetzte Zucker und die Gewürze sind nicht katzenfreundlich). In Eiswürfelformen einfrieren, damit du bei Bedarf einen kleinen Würfel auftauen kannst.
Gruppe 3: Clevere Zusätze, die Appetit, Gewicht und Alterung beeinflussen können
Das sind die „Feinjustierungen“ – kleine, strategische Extras, basierend darauf, was du zu Hause beobachtest.
7) Grüne Bohnen (für übergewichtige Katzen, die tun, als würden sie verhungern)
Wenn du schon einmal eine Katze hattest, die so miaut, als hätte sie tagelang nichts bekommen – direkt nach dem Frühstück –, dann ist das hier für dich. Grüne Bohnen bringen Volumen und Ballaststoffe mit sehr wenigen Kalorien.
So servierst du sie: Gefrorene grüne Bohnen auftauen, in Trockenfuttergröße schneiden und 3–4 Stück in eine Mahlzeit mischen.
8) Blaubeeren (ein kleiner Antioxidantien-Boost)
Blaubeeren enthalten Antioxidantien, und Forschung an Tieren deutet darauf hin, dass bestimmte Verbindungen die Gehirngesundheit im Alter unterstützen können.
So servierst du sie: Die meisten Katzen fressen keine ganze Beere. Zerdrücke eine kleine Blaubeere ins Nassfutter, damit sie darin verschwindet.
9) Knochenbrühe (für Flüssigkeit + steife Gelenke)
Lange gekochte Knochenbrühe kann Kollagen und andere Verbindungen (darunter Glucosamin und Glycin) in die Flüssigkeit abgeben. Viele Halter mögen sie für ältere Katzen, die steif wirken, und sie ist auch ein einfacher Flüssigkeits-Boost – besonders für Katzen, die wenig trinken.
So machst du sie: Hühner- oder Rinderknochen in Wasser lange köcheln lassen (ein Slow Cooker eignet sich gut). Einen kleinen Schuss Apfelessig hinzufügen. Einfach halten: keine Zwiebel, kein Knoblauch, kein Salz, keine Gewürze.
So servierst du sie: In Würfeln einfrieren. Im Sommer einen Würfel als „Brühe-Popsicle“ anbieten oder in den kühleren Monaten leicht erwärmen und etwas über das Futter geben.
10) Nährhefe (der Cheat-Code für mäkelige Esser)
Nährhefe ist keine Backhefe. Sie hat einen herzhaften, käsig-nussigen Geruch, den viele Katzen unwiderstehlich finden, und sie ist von Natur aus reich an B-Vitaminen, einschließlich Thiamin – oft mit Appetitanregung verbunden.
So verwendest du sie: Eine kleine Prise über jedes neue Futter streuen, das du einführen möchtest. Wenn deine Katze bei allem die Nase rümpft, ist das oft der beste Startpunkt.
Wie du das richtige Futter auswählst, je nachdem, was deine Katze macht
Wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst, ordne den Zusatz dem Problem zu, das du tatsächlich siehst:
- Stumpfes Fell oder Schuppen: Starte mit Sardinen einmal pro Woche und beobachte Veränderungen über etwa 6 Wochen.
- Häufige Haarballen: Probiere zerbröseltes hartgekochtes Eigelb ein paar Mal pro Woche.
- Extrem mäkeliger Appetit: Beginne mit einer Prise Nährhefe, um das Futter attraktiver zu machen.
- Immer hungrig und übergewichtig: Gib ein paar Stücke grüne Bohnen für mehr Volumen dazu.
- Steife Bewegungen bei älteren Katzen: Mach Knochenbrühe zu deinem ersten Experiment.
Der sicherste Weg, diese Lebensmittel hinzuzufügen (ohne deine Katze zu überfordern)
Führe nicht alle 10 auf einmal ein. Wähle einen Zusatz, verwende ihn konsequent etwa zwei Wochen lang und notiere, was dir auffällt – Fell, Kotbeschaffenheit, Energie, Appetit und allgemeine Begeisterung beim Fressen.
Schon eine Veränderung in Teelöffelgröße kann ausreichen, um innerhalb von ein oder zwei Monaten zu Hause einen Unterschied zu sehen.
Ein einfaches Fazit
Du kannst nicht alles über die Gesundheit deiner Katze kontrollieren, aber du kannst sehr wohl kontrollieren, was in ihrem Napf landet. Fang mit einem kleinen, klugen Zusatz an, der zum größten Problem deiner Katze passt, und gib ihm Zeit – Fell, Wohlbefinden und Appetit erzählen oft schon die Geschichte, bevor irgendetwas anderes es tut.
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